Sabbatleuchter und Kriegerverein:
   Juden in der ostpreußisch-litauischen Grenzregion 1812-1942

In der Region zwischen Nimmersatt an der Ostsee und Wystiten an der heutigen Grenze zwischen Polen, Litauen und dem Kaliningrader Gebiet spielten sich im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vielfältige Modernisierungs-, Mobilisierungs- und Migrationsprozesse ab, die durch die Begriffe Nationalismus, Transnationalität und schließlich auch Judenvernichtung umrissen werden können. Die Geschichte einer Grenze in der Perspektive der longue durée ist bisher nicht erzählt worden. Die Grenzregion war Barriere, aber auch Schwelle, zeitweise scharfe Trennlinie, aber ebenso Raum für Begegnung und Symbiose. Die Geschichte der Juden aus dem Blickwinkel einer Grenzregion, einer nicht nur territorialen, sondern auch methodisch relevanten Erkenntnisperspektive, steht gleichfalls noch aus. Beides gemeinsam wird in dem vorliegenden Buch für den preußisch/deutsch-russisch/litauischen Grenzraum in Angriff genommen. Die Perspektive der Grenze stellt den wesentlichen und bestimmenden Blickwinkel dar: Mit ihr schält sich zum einen die Entwicklung des Grenzphänomens und des Grenzgebietes heraus, zum anderen schärfen sich aus dieser Perspektive Blicke auf jüdische Geschichte, zum dritten wird das Potential der Peripherie in das Erkenntniszentrum gerückt.

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   Die unbekannten Nachbarn. Minderheiten in Osteuropa

Alle osteuropäischen Länder sind geprägt durch die Existenz zahlreicher Minderheiten. Ihr Leben, ihre Kultur und Geschichte haben diese über Jahrhunderte hinweg bereichert und auch miteinander verbunden. Gerade durch sie verwandelte sich Osteuropa einstmals in eine vielfarbige, kulturell reiche Landschaft mit funktionierenden Nachbarschaften. Doch diese einzigartige Pluralität wurde in der Mitte des letzten Jahrhunderts zerstört. Der Zweite Weltkrieg hat mit seinen Umsiedlungsaktionen und den nachfolgenden Grenzverschiebungen und Blockbildungen viele Landschaften politisch und kulturell zerrissen. Die sozialistische Staatsideologie überlagerte die jeweiligen Kulturtraditionen. Erst allmählich beginnt eine Rückbesinnung auf die spezifischen Lebensarten und deren Wiederbelebung.

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   Memelland, Fünf Jahrzente Nachgriegsgeschichte
 

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   Wolfskinder

Im vorliegenden Band zeichnet Ruth Kibelka das Schicksal ostpreußischer Kinder auf, die während der sowjetischen Besetzung zu Waisen wurden. Nicht nur die Archive Kaliningrads und Litauens werden hier erstmals ausgewertet - auch viele Überlebende sprechen zum ersten Mal seit 1944 über ihre Geschichte.

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   Ostpreußens Schicksaljahre

Warum scheiterten die Pläne der Sowjets, das Memelland und das Königsberger Gebiet zum kommunistischen Musterland zu entwickeln? Warum wurde die Rückkehr in die Heimat für Memelländer zum Trauma? Ruth Kibelkas detaillierte Antworten auf diese und andere Fragen basieren auf neu erschlossenen Archivmaterialien und intensiven Recherchen. Ein fundierter Beitrag zur Debatte um Vertreibung und Aussiedlung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg und über die Zukunft Kaliningrads angesichts der EU-Erweiterung.

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   BYE, BYE LÜBBEN CITY

Bluesfreaks, Tramps und Hippies in der DDR
von Michael Rauhut, Thomas Kochan
Sie nennen sich Kunden, Tramper oder Blueser, tragen lange Haare und Bärte, Jesuslatschen, Jeans und Shell-Parkas. An den Wochenenden sind sie permanent auf Achse. Sie feiern in abgeschiedenen Dorfsälen den Ausstieg aus der DDR, okkupieren den Karneval im thüringischen Wasungen und reichen während der Ostberliner Bluesmessen die Rotweinflasche durch die Bank. Zu Ostern pilgern sie nach Prag, im Sommer ans Schwarze Meer und im Herbst nach Krakau. Ihr Leitbild bleiben bis in die achtziger Jahre die Ideale der Hippiebewegung, der Geist von Woodstock. Musik ist der Motor. Sie lieben das Handgemachte, Echte: Folk, Southern Rock, vor allem aber heißen, elektrischen Blues. Monokel, Engerling, Stefan Diestelmann, Jürgen Kerth, Freygang oder Keimzeit sind die Helden des Undergrounds.
Vierzig Essays zeichnen das Bild einer unruhevollen Jugend. Namhafte Publizisten, Musiker und Szeneoriginale berichten aus unterschiedlichen Perspektiven Über historische Entwicklungslinien, einschneidende Ereignisse und den Stoff, aus dem die Träume sind. Mit Beiträgen von Christoph Dieckmann, Olaf Leitner, Jürgen Balitzki, Christian "Kuno" Kunert, Theo Lehmann, Ruth Leiserowitz, Tilo Köhler, Fritz Rau, Kay Lutter u.a.

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